Wie die KAJUJA an ihren Namen kam...
...und wieso ein Hahn Wappentier ist.


Oft fragen sich Sitzungsbesucher, was das Wort KAJUJA zu bedeuten hat. Die meisten Schätzungen tendieren in Richtung KAtholische
JUgend, Jung und Alt oder KAmelle, JUhze, Jot Amüsiere. Aber der Ursprung ist ein ganz anderer: die Gründungsväter der KAJUJA
Köln haben sich 1949 über das Gelingen ihrer ersten Sitzung so gefreut, dass sie beim Absingen des bekannten Karnevalsschlagers
"Ajuja, Ajuja, jetz jeiht et widder Ajuja" einfach ein katholisches "K" davor gesetzt haben - und schon war der Name KAJUJA geboren.
Nachfolgend übernahmen viele Kölner und umliegende Pfarreien, in denen Karnevalssitzungen veranstaltet wurden, den Namen jeweils
ergänzt um den Orts- oder Pfarrnamen. Beispielweise sei neben der KAJUJA Dellbrück auch die KAJUJA Bergisch Gladbach
genannt oder Nippes, wo man sich KAJUNI nannte. Die meisten Gründungen fanden Anfang der 50er Jahre statt.



Mit dem KAJUJA Hahn hat es etwas ganz anderes auf sich. Der taucht erst 1972 auf. Der umtriebige
ehemalige 2. Vorsitzende der KAJUJA Dellbrück Helmut Busch, entwarf das Wappentier nach einer
durchzechten Nacht im Anschluss an eine KAJUJA-Sitzung. Bei der frühmorgendlichen Suche nach
einem Zigarettenautomaten, kam er am Hühnergehege der Frau Heppekausen an der
Wiesenstraße vorbei, wo ihn das Krähen des dortigen Hahnes zur Vereinnahmung desselben
als Wappentier der KAJUJA Dellbrück inspirierte. Da Helmut Busch des Zeichnens
nur im groben mächtig war, kam heraus ein Hahn, der an viel erinnert, nicht
aber unbedingt an einen Hahn. Als häufigste Fehldeutung wird Charles DeGaulle
in dem ulkigen Federvieh gesehen.

Nun, wir haben unser Hähnchen inzwischen recht lieb gewonnen und werden ihn wohl
auch behalten. Hätte der Hahn nicht das Rennen als Wappentier gemacht,
wäre ein anderer Bewerber sofort zur Verfügung gewesen: der Aguja aus Südamerika!

Dieser Raubvogel hatte seine Flügel nach Europa ausgestreckt - ist letztendlich
aber zu Hause geblieben, wo er seit 1952 dem Festkomitee des Karnevals in Rio
als Wappenvogel dient. Die schon frühgeborene Idee gegenseitiger
Veranstaltungsbesuche wurde verworfen, da sich der Aguja vornehmlich von Hühnern
ernährt.


So, und jetzt geht's richtig los, Aufbruch in den Rückblick: